Überraschend verlassen & Team Kind geblieben.
Manchmal beginnt eine Trennung mit einem Satz, auf den du nicht vorbereitet bist. Genau so war es bei Dajana. Als ich sie im Interview gefragt habe: „Nimm uns mit an den Anfang eurer Trennung. Wie hast du diese Zeit erlebt?“ hat sie gesagt, dass die Trennung für sie sehr überraschend kam und sie das am Anfang gar nicht wahrhaben wollte. Vor allem nicht in Bezug auf die Kinder. Der Gedanke, dass sie jetzt „wirklich Trennungskinder“ werden, hat sie besonders getroffen.
Ihr Ex-Partner hatte die Trennung ausgesprochen. Das heißt, er war innerlich schon weiter, während sie in der ersten Phase der Trennung stand, der Ohnmachtsphase.
Und genau da beginnt oft die Schieflage. Die eine Person will raus aus der Situation, die andere versucht noch zu verstehen, festzuhalten oder zumindest Schritt zu halten.
Dajana hat sehr offen erzählt, dass sie sich überfordert gefühlt hat. Nicht nur mit ihren eigenen Gefühlen, sondern vor allem mit der Frage: Was bedeutet das jetzt für unsere Kinder? Sie wollte jemanden an ihrer Seite haben, der weiß, wie Kinder durch so einen Prozess gehen.
Ich habe sie gefragt: „Was hat euch geholfen, trotz starker Emotionen immer wieder Team Kind zu bleiben?“ Ihre Antwort war klar: “Im ersten Schritt war es die theoretische Auseinandersetzung mit der Situation. Zu verstehen, was eine Trennung für Kinder bedeutet. Den Prozess aufzudröseln. Zu unterscheiden zwischen der Trennung vom Ehemann und der Aufgabe, die eigenen Kinder durch diese Zeit zu begleiten.” Für sie war das ein entscheidender Unterschied. Sie hat gesagt, es ist etwas ganz anderes, sich von seinem Partner zu trennen, als seine Kinder durch die Trennung der Eltern zu begleiten.
Dieses Verstehen hat geholfen, nicht nur im Gefühl zu bleiben, sondern auch wieder handlungsfähig zu werden.
Natürlich habe ich sie auch gefragt, ob es Momente gab, in denen die Elternbeziehung fast gekippt wäre. Und ja, die gab es. Unterschiedliche Geschwindigkeiten im Verarbeiten. Verletzungen. Emotionale Phasen. Auf und Ab auch durch die unterschiedlichen Trennungsphasen. Aber was sie immer wieder betont hat: “Der Fokus auf die Kinder war eine bewusste Entscheidung. Immer wieder neu.”
Es ging nicht darum, dass alles leicht war. Es ging darum, sich klarzumachen, dass sie als Eltern weiter Verantwortung tragen. Und dass sie diese Verantwortung nicht verlieren wollten, auch wenn es als Paar nicht mehr weiterging.
Heute, nach knapp 2 Jahren der Trennung, beschreibt sie den Umgang als gewachsen. Nicht perfekt. Aber klarer. Strukturierter. Ruhiger. Und vor allem immer noch mit einem gemeinsamen Blick auf die Kinder.
Was mich an diesem Gespräch besonders bewegt hat, war nicht, dass alles harmonisch lief. Sondern dass sie sich von Beginn an Hilfe geholt haben, als sie gemerkt haben: Allein kommen wir hier nicht gut durch. Und dass sie nach den ersten Terminen nicht gesagt haben „Jetzt reicht’s“, sondern bewusst weiter begleitet werden wollten, weil sie gemerkt haben, dass sie und die Kinder dadurch stabiler bleiben.
Das komplette Interview mit Dajana hörst du in meinem Podcast: Starke Trennungskinder oder auf meinem Youtube-Kanal.
Wenn du gerade am Anfang deiner Trennung stehst und dich in diesem Gefühl von Überforderung wiedererkennst, dann warte nicht darauf, dass es sich „von selbst sortiert“. Trennung ist kein Zustand, den man aussitzt. Sie ist ein Prozess, den man gestalten muss.
Wenn ihr merkt, dass sich eure Gespräche im Kreis drehen. Wenn einer von euch schon weiter ist und der andere noch unter Schock steht. Wenn ihr Angst habt, eure Kinder durch eure eigene Unsicherheit nicht gut begleiten zu können, dann ist genau jetzt der Moment, euch Unterstützung zu holen.
Dajana hat nicht gewartet, bis die Situation eskaliert. Sie hat sich Hilfe geholt, als sie gemerkt hat: Allein kommen wir hier nicht gut durch. Und genau das hat den Unterschied gemacht.
Im Trennungshelden-Paket begleite ich euch von Anfang an durch diesen Prozess. Wir bringen Klarheit in die Ohnmacht. Wir strukturieren Gespräche. Wir trennen Paarebene und Elternebene. Und wir sorgen dafür, dass ihr trotz Verletzung handlungsfähig bleibt für euch und für eure Kinder. So, dass eure Kinder einmal sagen können: “Ich hatte eine schöne Kindheit, trotz der Trennung meiner Eltern.”
Wenn du spürst, dass ihr gerade an genau diesem Punkt steht, dann lass uns sprechen. Nicht irgendwann. Jetzt.